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Predigt-Text Die Kreuzigung - Ostern

Heute versuche ich mich an etwas, woran sich kaum jemand zu wagen getraut.
Diese Predigt soll ein nachgespielter Schauprozeß sein. Ich übernehme den Rechtsbeistand für Jesus Christus.

Jesus vor dem jüdischen Rat, bestehend aus Juristen und Vertretern der Kirche:

Verschiedene Zeugen werden gehört, die man im Vorfeld manipuliert und unter Druck gesetzt hat:

„Jesus behauptet, er sei der König der Juden. Er stellt sich über unseren Hohepriester Kajapas. Er will die Macht an sich reißen. Und nicht nur das. Er behauptet, ihm gehöre ein Reich in einer anderen Welt, und er sei der Sohn Gottes, der bestimmt, wer in das andere Reich kommt, und wer nicht."

Der Rat:

Jesus, was sagt Du zu Deiner Verteidigung?

Jesus schweigt.

Zwei weitere Zeugen:

„Er hat behauptet, er könne den Tempel Gottes niederreißen und in 3 Tagen wieder aufbauen."

Der Priester zu Jesus:

„Hast Du noch immer nichts zu diesen Anschuldigungen zu sagen? - Nein? - Dann stell ich Dich unter Eid. Bist Du der Retter? Bist Du der Sohn Gottes?"

Jesus antwortet:

„Ja, ich bin es, und dafür werdet Ihr mich kreuzigen. Ihr werdet mich an der rechten Seite des Allmächtigen sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen."

Der Priester zerreißt vor Zorn sein Gewand:

„Das ist Gotteslästerung. Wir brauchen keine Zeugen mehr. Ihr habt es alle gehört. Wir brauchen keine Zeugen mehr. Er hat ja selber gesagt, daß er den Tod verdient hat. Also bekommt er ihn auch."

Priester, der Rat und viele Zuschauer spucken Jesus ins Gesicht, sie verspotten ihn.

Petrus soll seinen Herren verteidigen, doch der leugnet, weil er sonst selber mit dem Tod bestraft wird:

Priester:

Du warst doch mit Jesus zusammen, oder nicht?
Petru: „Nein - ich kenne diesen Mann nicht!"
Eine Zuschauerin: „ Ich habe ihn auch mit Jesus gesehen."
Petrus: „Nein - das stimmt nicht!"

Priester: „Natürlich warst Du mit Jesus zusammen. Das hört man doch schon an Deiner Aussprache."

Petrus: „Nein - ich schwöre bei Gott, ich kenne diesen Mann nicht."
Der Hahn kräht zwei Mal, Petrus weint, weil er seinen Herren und seine Ideale verraten hat, aus Angst vor der Todesstrafe.

Priester:

„Jesus, Du bist ein Narr. Du hättest nur widerrufen müssen, so wie Dein Freund hier, und wir hätten Dich nicht zum Tode verurteilt. Jetzt siehst Du, was Du davon hast. Dein Gott wird Dich nicht vor der Todesstrafe schützen."
Jesus schaut traurig zu Petrus und schweigt.

Mein Geist hält ein Plädoyer:

„Ihr Priester, Ihr Juristen, ihr Zuschauer. Was habt Ihr denn persönlich davon, wenn Ihr diesen Mann hier zum Tode verurteilt? Was hat er denn konkret gemacht? Was hat er Euch getan? Ihr beherrscht das Kirchenleben hier auf der Erde. Ihr beherrscht die öffentliche Meinung in weiten Teilen. Ihr beherrscht die Justiz. Ihr beherrscht das wirtschaftliche Leben.

Dieser Angeklagte hat Euch nicht einen Taler weggenommen. Er hat nicht geraubt, nicht gemordet, keinen enteignet. Er sagt, er ist Gottes Sohn. Wem schadet er damit? Er hat seinen Glauben, Ihr habt Euren Glauben. Die Gedanken sind frei. Der Mann hat gegen kein Gesetz verstoßen.

Er soll der König der Juden sein. Beherrscht er Euch? Hat er Euch oder den römischen Besatzern dieses Land Israel hier weggenommen? Nein, er steht hier vor uns, in einfachen Klamotten, in Sandalen, verstaubt durch den Sand der Wüste.

Er hat gesagt, er ist der Retter. Er hat gesagt, er rettet die Menschen, die in ihrem Tun und Handeln sich der weltlichen Macht, der Ausbeutung, der Bevormundung und Unterdrückung widersetzen. Ihnen gehört das neue Reich. Menschen, die anderen helfen, die zuhören und teilen, ohne dafür eine Gegenleistung zu stellen. Ihnen hat Jesus des ewige Leben in einem neuen Reich versprochen.

Er sagt sogar voraus, daß er mit dem Tod am Kreuz das Böse überwinden wird. Er knickt nicht vor Euren Bösartigkeiten ein. Er läßt sich von Eurem Gold und Silber nicht bestechen. Er gibt auch nicht dem Druck der manipulierten öffentlichen Meinung nach.

Ihr seid hinterhältig und führt böses im Schilde. Ihr habt Angst vor der Intelligenz dieses Mannes, weil der wirklich für ein Reich in einer anderen Welt lebt. Euer Denken, Eure Taten, die sind primitiv und nur auf dieses Leben hier ausgerichtet. Für Euch zählt: Macht, Geld, Ausbeutung, Unterdrückung, Bevormundung. Ihr bildet Euch ein. Ihr selber seid Gott, und ke ner hätte so viel Macht wie Ihr. Das ist der wahre Grund, warum Ihr Jesus umbringen werdet. Ihr wollt mit diesem Todesurteil einen Mann ausschalten, den Ihr geistig nicht gewachsen seid.

Ihr seid nicht gesetzestreu. In den Gesetzen steht. Du sollst keinen Rufmord begehen. Du sollst nicht töten. Euch ist anscheinend nichts heilig. Ihr legt Euch alles so zurecht, wie Ihr es braucht. Ihr glaubt sogar. Ihr könnt Gott, den Allmächtigen, täuschen. Eure Gebete sind nichts weiter, als billige und verlogene Heuchelei.

Priester:

„Jesus, hast Du dem noch etwas hinzuzufügen, oder zu korrigieren?"

Jesus:

„Ich sage Euch, Ihr werdet mich bespucken und verspotten. Ihr werdet mich kreuzigen. Euch an meinem Todeskampf ergötzen. Ich aber werde in 3 Tagen auferstehen und zum Vater in den Himmel ziehen, zur Rechten Gottes Platz nehmen. Ich werde zum Beweis noch 50 Tage, bis zum Pfingstfest, auf die Erde zurückkehren, und mit meiner gläubigen Gemeinde reden. Ich werde die Gläubigen warnen und vorbereiten, daß sie in ihrem Glauben stark bleiben. Danach entschwinde ich für lange Zeit und für viele Generationen in den Himmel und überlasse diese Welt sich selbst. Ich komme erst wieder zurück, wenn mein Vater im Himmel den Tag und die Stunde bekannt gegeben hat. So lange müssen sich alle Menschen gedulden."

Priester:

„Du glaubst wohl. Du könntest uns befehlen, was wir zu tun hätten. Wir übergeben Dich der römischen Besatzung. Fesselt ihn, und schafft ihn zu Pilatus!"

Jesus wird in eine Gefängniszelle gesperrt und er bittet den Vater im Himmel:

„Vater, laß diesen Kelch an mir vorübergehen. Wenn es aber Dein Wille ist, dann trinke ich diesen Kelch aus. Ich werde nicht nachgeben. Lieber sterbe ich, als daß ich dem Bösen diene!"

Doch der Vater im Himmel stellt Jesus wieder auf die Probe.
Ein römischer Gefängniswärter kommt:

„Jesus, Du bist doch Gottes Sohn. Schau mal, was wir jetzt über Deine Zellentür nageln werden, ein Schild, mit der Aufschrift: ,Jesus, der König der Juden, er lebe hoch.'

Wenn Du Gottes Sohn bist, dann befreie Dich aus dieser Zelle hier. Du kannst auch vor mir knien, um Gnade winzeln, dann lasse ich Dich vielleicht frei."

Jesus ist traurig, zusätzlich erniedrigt zu werden, wo sein Tod beschlossene Sache ist. Welche Höllenqualen muß er noch aushalten? Doch Jesus erkennt sofort durch den heiligen Geist, wenn er jetzt nachgibt, sich bösen Menschen beugt, indem er das tut, was diese Menschen von ihm erwarten, dann hat er die Prüfung verloren. Diese brutalen Strafen müssen sein, weil es der Schöpfer so will.

Da meldet sich der Zellennachbar zu seiner Rechten:

„Jesus, Du König der Juden, der Du Blinde sehend gemacht hast, der Du Lahme gehend gemacht hast, der Du Stumme zum Reden gebracht hast. Du wirst genau so am Kreuz verrecken, wie ich, der ich unzählige Menschen getötet habe. Du bist vor Deinem Gott nicht mehr wert, als wie ich Verbrecher. Gäbe es einen gerechten Gott, er hätte verhindert, daß ich getötet hätte. Du redest geistig schwachsinniges Zeug, Dich nimmt keiner für voll. Mich kannst Du mit Deinen billigen Parolen nicht beeindrucken. Zum Teufel mit Dir, Du Spinner. Ich glaube Dir nichts."

Dann meldet sich der Zellennachbar zu seiner Linken:

„Jesus, auch ich bin ein Mörder, habe einmal die Fassung verloren, weil meine Frau mich belogen und betrogen hat. Ich war ansonsten immer gut zu ihr, habe mich bemüht ein guter Ehemann zu sein, doch ich war vom Teufel besessen. Ich weiß zwar nicht, ob es einen gerechten Gott gibt, aber ich weiß, ich werde mit Dir und dem anderen am Kreuz sterben. Du bist ein guter Mensch und hast den Tod nicht verdient. Wenn Du den Tod überwinden kannst, und wirklich in ein neues Reich eintrittst, dann denke an mich und vergiß mich nicht."

Jesus antwortet:

„Wahrlich, ich sage Dir, Du wirst mit mir zusammen im Paradies sein. Du hast Deinen Fehler bereut. Du suchst die Schuld bei Dir, und Du bist im Grunde ein friedfertiger Mensch. Mein Vater im Himmel wird Dir Deine Sünden vergeben."

Der andere Gefangene meldet sich ebenfalls:

„Und was ist mit mir? Ich will hier raus, will leben. Dein Paradies interessiert mich nicht, ich will mich an den Römern und Juden rächen, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin."

Da meldet sich eine Stimme aus der Dunkelheit:

„Es steht geschrieben, wer den Wind sät, der wird den Sturm ernten. Es steht geschrieben, was jemand sät, daß wird er auch ernten. Du säst Haß, Gewalt, Rache - bist nur auf Unfrieden aus, ohne den rechten Glauben. Darum wirst Du in die Welt der Verdammten eintreten, in das Reich des Bösen, in die Totenwelt. Für Dich ist kein Platz im Paradies. Würde auch nur ein fauler Apfel ins Paradies gelangen, die gerechte Welt würde zerstört, so wie Du mitgeholfen hast, diese Welt zu zerstören. Das aber lasse ich nicht zu! Du glaubst an das Böse, also erhältst Du auch das, woran Du glaubst!"

Jesus betet in aller Stille zu Gott, daß er ihm die Kraft geben möge, die er jetzt braucht. Jesus ist in sich versunken, und nimmt die Lästerungen um sich herum nicht mehr auf. Sein Geist befaßt sich nicht mehr mit dieser Welt. Jesus hat mit diesem Leben innerlich abgeschlossen.

Mein Geist sucht die Nähe zu Jesus:

„Du Jesus, ich habe meinen Glauben, kenne heilige Schriften, und ich bemühe mich Dir zu folgen, so gut ich das kann. Du bist nach 3 Tagen auferstanden, Du hast den Tod besiegt. Du hast das Böse überwunden. Du bist Deinen Jüngern erschienen. Es hat sich eine urchristliche Gemeinde gebildet, mit den Aposteln, viele andere religiöse Kirchen und Gemeinschaften haben sich gebildet, doch die Menschen sind so schlecht, wie sie schon immer waren. Es hat sich nicht viel verändert. Ich habe sogar das Gefühl, als werden Deine Taten, Deine Worte, Dein Wirken, noch immer mißbraucht. Früher haben sich Juden ihren Gott und die Gesetze so zurecht gelegt, wie sie es am besten brauchten, und heute wird Dein Wirken von Christen verbogen und verleugnet.
Besonders schlimm ist für mich, wenn kriminelle Geistliche, Juristen und Politiker behaupten. Du seist für alle Menschen gestorben. Diese Leute brauchten nur zu beichten, vergeben sich ihre Sünden selber, weil sie ja aus den Schriften lehren. Gute Menschen hingegen, die nicht in der heiligen Schrift lesen, die nicht in die Kirchen gehen, die kommen auch nicht in Dein Reich, selbst wenn sie gute Menschen sind. Wenn dem so ist, dann kann ja jeder morden und vergewaltigen. Du vergibst uns ja, weil Du am Kreuz für uns alle gestorben bist."

Jesus:

„Hüte Dich vor diesen falschen Schlangen, vor den scheinheiligen Pharisäern und heuchlerischen Schriftgelehrten. Sie werden für ihre Taten die gerechte Strafe erhalten, für ihre Hintergedanken, für ihre Heucheleien, für ihre billigen Lügen. Durch all diese Leute bin ich ein zweites Mal gekreuzigt worden. Wenn sie behaupten, ich sei auch für sie am Kreuz gestorben, so stützen sie das Todesurteil. Sie stellen sich auf die Seite der Ankläger, auf die Seite des jüdischen Rates und der römischen Besatzung.

Kleingläubige Kriminelle suchen ihr Heil in meiner Verurteilung, und merken nicht, wie dumm sie doch sind. Habe ich nicht gefleht, daß der Kelch, das Todesurteil, an mir vorüberziehen möge? Habe ich nicht deutlich gesagt, gerettet werden kann nur, wer dem Bösen nicht nachgibt? Wenn es der Vater im Himmel gewollt hätte, wenn die Menschen sich zum Guten bekannt hätten, ich wäre 100 oder 1000 Jahre alt geworden, friedlich gestorben, und auch auferstanden. Dann hätte ich das Friedensreich schon in dieser Welt bauen können. Ich wußte aber, viele Menschen glauben nur an sich selber. Diese Welt wird vom Bösen regiert, und ich rette die, die in ihren Worten und Taten an mich und an das Gute glauben, aufrichtig und ehrlich.

Und ich sage Dir; wer, wie Petrus, einmai umfällt, aus Angst vor dem Tod, den lasse ich nicht fallen, weil er im Grunde ein guter Mensch ist. Und wer, wie Judas, Reue zeigt und sich selber erhängt, vor Scham, über den richtet kein Mensch.

Viele Menschen machen Fehler, ohne den rechten Glauben in sich zu tragen, skrupellos und verkommen.

Andere hingegen machen Fehler, haben dann ein schlechtes Gewissen, schämen sich, und bereuen in stillen Gebeten vor mir und vor Gott.

Ich gebe Dir noch etwas mit auf deinen dornigen Weg, der nicht viel einfacher werden wird. Laß Dich nicht von anderen Menschen beeinflussen, egal ob es sich dabei um Geistliche, Juristen, Politiker oder Nachbarn - handelt.
Du bist für Dich ganz alleine verantwortlich, für Dein Tun und Handeln.
Höre Dir die Meinungen der anderen an, ihre Erfahrungen, ihre Lösungen - lese in Büchern, bilde Dich weiter,- und dann gehe den Weg, den der Geist Dir bereitet.

Tue Gutes, und bereue Deine Fehler vor Gott, und Du hast die Gewißheit, daß Du gerettet, und für Deine Taten belohnt wirst.
Nur der Vater im Himmel kann Dir zum ewigen Leben verhelfen. Dieses Leben ist nicht kaufbar. Folge mir, wenn Du belohnt werden möchtest!"




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