Kirche sind wir alle!

 



Kirche sind wir alle!
  Startseite
  Kirche Lügt!
  Weihnachtspredigt
  Osterpredigt
  Pflingstpredigt
  Predigt01
  Predigt02
  Predigt03
  Predigt04
  Predigt05
  Predigt06
  Predigt07
  Predigt08
  Predigt09
  Predigt10
  Predigt11
  Predigt12
  Predigt13
  Predigt14
  Martin Luther
  Kirche heute
  Klartext
  Jesus Diskussion
  Gästebuch
  Kontakt

 


Webnews



http://myblog.de/jesusjesus

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Scheinheilige Pharisäer brauchen Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit

Liebe Gemeinde!

In Matthäus 6 ( 1-4 ) steht über glaubwürdiges Auftreten von Pfarrern geschrieben:
Hilfe für Arme
Jesus spricht zur gesamten Öffentlichkeit, und meint direkt die Pharisäer und Schriftgelehrten:

>l-lütet euch, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen! Denn dann habt ihr keinen Lohn
mehr von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

Wenn du also jemandem hilfst, dann häng es nicht an die große Glocke! Benimm dich nicht wie die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen. Sie wollen nur von den Menschen geehrt werden. Ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon kassiert. Wenn du also jemandem hilfst, dann tu es unauffällig, daß nicht einmal dein bester Freund davon erfährt. Dein Vater, der auch das Verborgenste sieht, wird dich dafür belohnen.<

Auf der einen Seite ist der Anfang dieser Botschaft klar und deutlich, auf der anderen Seite werde ich aber das Gefühl nicht los, wie verschiedene Wissenschaftler und Theologen festgestellt haben, daß zum Text der Wahrheit auch zeitgemäße Propaganda mit eingearbeitet wurde, um es denen schwer zu machen, die Jesus im Grunde sehr nahe stehen. Wir wissen ja, daß die Bibel erst 100 Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Christi zusammengestellt wurde, in altgriechisch und lateinisch geschrieben, dann oft zweideutig und fehlerhaft übersetzt, im Interesse griechischer und römischer Politik.

Ich werde einen Satz nicht los, der sich für alle Zeiten in meiner Seele eingeprägt hat: „Wer in der Öffentlichkeit zu begangenem Unrecht schweigt, der fügt ein weiteres hinzu! Und wer in der Öffentlichkeit nicht Roß und Reiter nennt, mit seinem Namen dazu. der betreibt ein unüberschaubares und falsches Spiel."

Steht mein Name jetzt in der Zeitung, weil ich wieder einmal Ausbeutung und Profit oder Beamtenwillkür aufge-deckt habe, dann heißt es unter Neidern wieder - schaut euch den an, der will sich wieder feiern lassen - obwohl es hier nicht um Selbstdarstellung meiner Person geht, sondern um Fakten, die auf den Tisch müssen, in der Erwartung, daß entsprechend gehandelt wird, damit diese Mißstände abgeschafft werden können. Schließlich suchte Jesus auch die Öffentlichkeit, wobei es ihm immer um die Sache ging, und nicht um Selbstdarstellung seiner Person.

Und weil ich, wie Jesus auch, von den heuchlerischen Schriftgelehrten, von skrupellosen Politikern und Juristen, verfolgt und verurteilt werde, weil die Wahrheit eben unbequem ist, ( wie vor 2000 Jahren, wie im III-Reich und der DDR) habe ich mir vor einiger Zeit gedacht, ich bringe einen Leserbrief heraus, wo ich Pfarrer beim Namen nenne, die durch glaubwürdige Taten überzeugen, vom heiligen Geist motiviert.

Traurig war ich, als dieser Brief veröffentlicht wurde, gerade der Pfarrer, der am meisten überzeugt, daß der in der Öffentlichkeit nicht mehr benannt werden möchte. Ich habe hier nicht gegen den heiligen Geist, und auch nicht gegen die heiligen Schriften verstoßen, weil ich auch hier Roß und Reiter in positivem Sinne benannt habe,- aber ich werde den Wunsch selbstverständlich respektieren, weil ich sonst selber, durch meine Uneinsichtigkeit, negativ in Erscheinung treten würde. Ich bin halt der Überzeugung, wer gutes vollbringt, der muß auch in der Öffentlichkeit gelobt werden, und wer schlechtes tut, der muß kritisiert werden - wenn er eine Person des öffentlichen Lebens ist.

Ich selber habe auch bei einer Kirchengemeinde harte Arbeit abgeliefert und im Nachhinein ein Taschengeld zu-bekommen, welches mir, nach der geistigen Eingebung, nicht zusteht. Darum soll dieses Geld die Küsterin dieser Gemeinde bekommen, ohne Gegenleistung, in freiem Ermessen. Nach dem Bibeltext hätte ich das heimlich tun müssen. Die Presse kennt hier weder die Kirchengemeinde, noch Namen von Personen, aber das nähere Umfeld mußte informiert werden. Und der Geist in mir signalisiert, das gute Taten sehr wohl verbreitet werden dürfen, wenn man aus Überzeugung dahintersteht und nicht seine Person gefeiert wissen will. Darum lasse ich mich vom Bibeltext:

>Wenn du also jemandem hilfst, dann häng es nicht an die große Glocke!< nicht verunsichern.

Und jetzt komme ich zum Kern dieser Bibelstelle, zu den Heuchlerin in den Synagogen, von denen Christus ge-sprochen hat.

Wenn ein hochrangiger ev. Dekan ein mehrwöchiges pressewirksames Spektakel abliefert, anläßlich des 50. Jah-restages, des Zusammenbruch des lll.-Reich, ( 1995 ] und sich selber ein Denkmal setzt, ein Kriegsverbrecher-denk-mal, wo viele unschuldige Zwangsarbeiter von Nazis erschossen und verschachert worden sind,- wenn dieser „Geistliche" tönt, daß die Geschichte sich nicht wiederholen darf,- aber im Gottesdienst loslegt, daß der Balkan ( der Krieg tobte damals auf dem Höhepunkt) hier und heute nicht zu interessieren habe,- wenn verschwiegen wird, daß ein Großteil der Kirchengemeinde und der Pfarrer der damaligen Zeit, mit den Nazis paktiert haben, wenn sich feige zurückgezogen wird, wenn heute wieder Menschen ausgebeutet und verfolgt werden,- wenn sogar selber Hand angelegt wird, wenn Menschen ausgebeutet werden, auf kircheneigenen Baustellen, oft ohne Schutzkleidung - dann glaube ich, ist das genau der Punkt, den Jesus Christus mit egoistischer Selbstdarstellung gemeint hat, wo es nicht mehr um die Sache geht, sondern um sich in der Öffentlichkeit feiern zu lassen.

So ein „Geistlicher" ist dann auch bei feudalen und feierlichen Amtseinführungen zu sehen, wenn mal wieder ein Pfarrer neu in sein Amt eingeführt, und blablamäßig verkündet wird, er würde für alle Menschen da sein und im christlichen Geist sein Amt ausüben.

Und wenn die katholische Kirche werbefeldmäßig zum Bonifaciuswandern aufruft, zum Teil in einem Höllentempo, wie bei den Ritterkreuzzügen vor 1000 Jahren, dann darf so ein ev. Dekan natürlich an vorderster Front nicht fehlen. Bekanntlich werden in der ersten Reihe die besten Bilder geschossen. Vetternwirtschaften im Dekanat verstehen sich dann von selbst.
Während Jesus Christus sich den Armen zuwendet, den Ausgestoßenen, den Benachteiligten, den Unterdrückten, und ihnen Hoffnung macht, daß sie im Paradies leben werden, wenn sie sich nicht den scheinheiligen Pharisäern beugen, füllen viele Geistliche ihre weltlichen Reichtümer auf, und horten Schätze in den Kirchen und privat.

Während Jesus Christus die Pflegebedürftigen, Prostituierte, Obdachlose und Hungernden aufsucht, verreisen viele Geistliche im Luxusbus mit Klimaanlage zu Bildungsreisen nach Rom, Jerusalem, Athen oder sonst wo ans Mittelmeer, um dem Geist des Meister, seiner Jünger und den Aposteln nahe zu sein.
Dabei ist der Geist vor Ort zu finden, in Gefängnissen, in Altenwohnheimen und Krankenhäusern, in Arbeits- und Sozialämter, in Obdachlosenasylen und vor den Bahnhöfen. Hier kann man das Leiden Jesu täglich erfahren und den Geist spüren, wenn man ihn annimmt und zuläßt.

Gläubige wissen und erkennen das, Heuchler nicht. Denn der heilige Geist nimmt von gläubigen Menschen Besitz, die auf Worte die richtigen Taten folgen lassen. Heuchler hingegen rechtfertigen immer und überall weltliche Vorteile, weil weltliche Dinge von ihnen Besitz genommen haben.

So ist es nur eine Frage der Zeit, wann wieder ein „Geistlicher" mit Sonntagsreden in der Presse erscheint.
Damit erhalten sie ihre Belohnung, die sie im Grunde nicht verdient haben.
So verstehe ich den Bibeltext.
Drum seid wachsam und laßt euch nicht von solchen scheinheiligen Presseberichten blenden.

Bildet euch eure eigene Meinung und geht den Weg, den der Geist und das schlechte Gewissen euch weisen, und der Friede sei mit euch.





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung