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CHRISTLICHE Weihnacht Geschichte
                             
Liebe Gemeinde!

Seit 2000 Jahren erzählt man sich die Geschichte von Maria und Josef, vom Stall in Bethlehem, von der Geburt Jesu Christi, unserem Herren.
Landauf landab, immer wieder die gleiche Geschichte, in jeder christlichen Gemeinschaft.
Dazu das Gefühl, als seien alle Menschen auf einmal gutartig geworden, und würden
weltlichen Versuchungen den Rücken kehren.
Man ist bereit zu großzügigen Spenden, man beglückwünscht sich gegenseitig, nimmt Menschen in den Arm, die man das ganze Jahr über nicht einmal grüßt - und kaum
ist der Gottesdienst vorbei, wird nach Hause gehastet.

Auf einmal ist es vorbei mit Ruhe und Besinnlichkeit.
Auf einmal drehen sich die Gedanken um die Weihnachtsgans, wer denn das erste und beste Stück bekommt, wer den besten Platz.
Und hat man gerade den ersten Bissen heruntergeschlungen, kreisen die Gedanken schon um die Bescherung, ob denn die eigenen Wünsche auch zur vollsten Zufriedenheit erfüllt werden.
Und wehe dem, es läuft auch nur das Geringste schief, bricht in vielen Familien der Weihnachtsstreit aus.
Man ist froh, wenn die Feiertage endlich vorbei sind, und sich in den Alltagsstreß geflüchten werden kann. Besinnlichkeit und christliche Genügsamkeit sind auf einmal nichts mehr wert.
Nichts mehr wert, weil viele nicht aus Überzeugung handeln, sondern nachahmen, was andere vortäuschen.
Deshalb auch diese moderne Weihnachtsgeschichte, eine Geschichte vom Streit, und wie zwei Christen diesen Streit beigelegt haben, gegen den üblichen Trend unserer Gesellschaft.
Kurt und Toni waren zwei gute Freunde, die über alles reden konnten, und viel Spaß miteinander hatten.
Einer konnte sich auf den anderen verlassen, in guten wie in schlechten Zeiten. Es war ein gegenseitiges Geben und Nehmen.
Kurt war ein Scheidungskind, kam aus unteren sozialen Verhältnissen, und wurde lange Zeit als Außenseiter behandelt und abgestempelt. Toni kam aus geordneten Verhältnissen und genoß eine christliche Erziehung.
Und weil Toni es nicht ertragen konnte, wie Kurt von vielen Seiten in die Enge getrieben und fertig gemacht wurde, bot er ihm seine Freundschaft an. Es war nicht immer einfach, weil Kurt zum einen gegen alles und jeden Mißtrauen hegte,- zum anderen hatte er wenige Bewunderer und viele Gegner, weil er sich nicht mehr alles gefallen ließ, und sich mit Worten wehrte. Die Bewunderer distanzierten sich aber auch von ihm, wenn sie von den anderen unter Druck gesetzt worden sind.
Da Kurt dem Bösen nicht mehr nachgab, konnte er sich nur noch auf Toni verlassen, weil der sich hat von der bösartigen Übermacht nicht einschüchtern lassen. Toni ließ sich von seinem christlichen Glauben leiten, daß jeder Mensch ein wertvoller Mensch ist.
Außerdem kann ein Mensch nicht schlecht sein, wenn er sich gegen das Böse zur Wehr setzt.
Als die Kumpels aus der Clique sahen, wie sich diese Freunde immer mehr zusammengefunden haben, begannen sie zu hetzen und versuchten Keile zwischen die Beiden zu treiben. Von Beleidigungen, über üble Geschichten erzählen, bis hin zum Bespucken, reichten die Anfeindungen. Und Toni antwortete nur: „Wer von euch ist frei von Fehlern, der werfe den ersten Stein?" Die Kumpels gaben dann Ruhe, und grenzten von nun an auch Toni aus.
Dann passierte folgendes: Toni hatte Geburtstag, und Kurt brachte ihm einen teuren Fußball mit, für den er monatelang gespart hatte. Toni war außer sich vor Freude, und beide Jungs spielten lange im Garten damit.
Nichts konnte die beiden trennen, alles war friedlich, wie immer.
Doch dann wendete sich das Blatt wie aus heiterem Himmel. Es passierte etwas, womit niemand gerechnet hatte, und was jedem von uns unvorbereitet heimsuchen kann. Kurt sah den alten Ball von Toni auf einem Dreckhaufen liegen, kaputt und verdreckt. Er wußte zwar, es war ein Geschenk seines verstorbenen Vater gewesen, aber das lag schon viele Jahre zurück. Weil nun der neue Ball da war, der die beiden Freunde noch
mehr verbinden sollte, dachte sich Kurt, den kaputten alten Ball schmeiße ich in die Mülltonne, denn der wird sowieso nicht mehr beachtet, nicht mehr gebraucht.
Als Toni das sah, rastete er aus. Der sonst so besonnenen Christ wechselte seine Gesichtsfarbe von rot auf kreidebleich, und schrie „ Was fällt Dir ein? Bist Du bescheuert? Das war ein Geschenk meines Vaters. Dieser Ball gehört mir. Du wußtest das, und Du hast meine Gefühle verletzt. Hau ab, ich will Dich nicht mehr sehen!"
Total geschockt stammelte Kurt, „Du hast doch von mir einen neuen Ball bekommen, und den alten seit Jahren nicht mehr benutzt." Und Toni konterte: „Mein Eigentum geht dich gar nichts an. Du hast mutwillig meinen geliebten Ball in den Müll geworfen. Das hast Du extra gemacht, um mich zu ärgern, sonst hättest Du nicht so dreckig gelacht."
Und Kurt: „Ich habe gelacht, weil ich dachte, ich hätte Dir eine Freude mit dem neuen Ball gemacht." Toni aber ließ Kurt stehen, und ging weg.
Die folgende Nacht verlief für beide unruhig. Kurt konnte nicht schlafen, weil er sich Gedanken darüber machte, warum er in diesem Moment nicht an die Gefühle von Toni gedacht hat. „Warum mußte ich diesen Ball wegschmeißen? Es war sein Ball, auch wenn das Teil vergammelt war. Es war nicht richtig. Aber wie kann man eine Freundschaft wegen so einer Kleinigkeit aufs Spiel setzen? Seinen Vater macht er davon auch nicht mehr lebendig.
Toni hingegen, der so überzeugte Christ, er verurteilte Kurt. „Kurt war einfach nur schlecht, so wie das die anderen schon immer gewußt haben. Ich bin der Gute, habe ihm meine Freundschaft gegeben, und der nutzt das so schamlos aus. Der soll sich bei mir entschuldigen, und dann werde ich entscheiden, ob ich mich damit zufriedengeben kann, ob die Freundschaft noch eine Chance hat. Er soll um Freundschaft betteln und sich unterwerfen. Ich bin der Sohn eines Pfarrer, bin Christ, und er ist schlecht."
Die anderen bekamen diesen Streit am Rande mit, und schon stärkten sie Toni, daß er Kurt richtig fertig machen soll. „Wir haben es schon immer gewußt, der Kurt ist ein Quertreiber. Mit dem will keiner was zu tun haben, weil er uns und unsere Bösartigkeiten verpfeift. Trenne Dich von ihm, und Du gehörst wieder zu uns!"
Irgend etwas rumorte in Toni, und er rief Kurt an, um sich noch einmal auszusprechen. Kurt kam zu Toni, und wirkte fest entschlossen, sich nicht unterbuttern zu lassen. Er hatte es nur gut gemeint, warum sollte er einbrechen und sich etwas falsches eingestehen.
„Warum hast Du das gemacht" - polterte Toni los. „Ich habe Dir nichts getan, und Du wirfst meinen geliebten Ball in den Müll. Wenn Du dich dafür nicht entschuldigst, dann will ich mit Dir nichts mehr zu tun haben. Du hast meine Seele verletzt, und der Schmerz ist groß, den du angerichtet hast."
Da faßte Kurt all seinen Mut zusammen und antwortete: „Hör mal zu, mein lieber Toni. Von mir aus glaub was du willst. Ich entschuldige mich dafür, weil ich deine Gefühle unbewußt verletzt habe. Das war nicht meine Absicht, und deshalb brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben. Der alte Ball war für mich ein Gegenstand, der seinen Nutzen verloren hatte. Ich habe es nur gut gemeint."
Darauf Toni. „Du hast mich aber immer noch zu fragen, weil es mein Eigentum ist. Ich schmeiße ja auch nicht deine Sachen weg, oder?"
Und Kurt: „Sag mal, um was geht es dir eigentlich? Du willst mich belehren, von VERZEIHEN, VERSTEHEN, VERGEBEN, von Brüderlichkeit, von Barmherzigkeit? Du klebst an diesen alten Ball wie an einen Götzen. Du spielst dich selber als Gott auf. Du willst frei von Fehlern sein, willst angeblich anderen Menschen keinen Schaden zufügen. Stimmt es etwa nicht, daß Du die Puppe deiner kleinen Schwester mit einem Stein zerschmissen hast, weil du in die verkehrte Richtung gezielt hast? War das nicht auch absichtlich? Ich könnte dich jetzt genau so fertig machen. Wenn du mich verurteilen willst, dann denke erst einmal über deine Fehler nach. Außerdem habe ich monatelang für den Ball gespart, den ich Dir geschenkt habe. Nicht einmal DANKE hast du mir gesagt. Ist es das, was dir dein Christus gelehrt hat? Ich jedenfalls lese in der Bibel etwas anderes heraus, und ich versuche mich daran zu halten, auch wenn ich Fehler mache. Ich habe mich bei dir entschuldigt, was willst du mehr?"
Nach langem Schweigen antwortete Toni: „Du hast recht. Ohne Taten ist der Glaube tot. Ich muß mich an meinem Glauben messen lassen. Auch ich entschuldige mich für mein Verhalten. Mein Schmerz war so groß, ich konnte nicht mehr klar denken. Das Leben geht weiter, auch ohne den alten Ball. Vater kommt nicht mehr auf diese Erde zurück, und in meinem Herzen hat er ein Andenken für immer.
Vergessen können wir beide diesen Streit nicht, aber laß uns Freunde bleiben und uns gegenseitig vergeben und verzeihen. Es ist dumm gelaufen, und wir machen alle Fehler."
Hier beende ich diese Geschichte, und lasse Sie mit den Eindrücken alleine, die Sie gewonnen haben.
Denken Sie in Ruhe darüber nach, Zuhause, wenn der nächste Streit ansteht, wie viele Menschen sich wegen ganz banaler Dinge nicht mehr einkriegen, wo Haß und Zorn außer Kontrolle geraten. Und wo auf der anderen Seite Menschen unerträgliches Leid mit Würde tragen, wo viele von uns ausrasten würden, wenn Menschen gefoltert und getötet werden.
Ich wünsche ihnen allen ein friedfertiges Weihnachten, und das etwas von dieser Geschichte bei ihnen hängen bleibt und Früchte trägt.



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